Wer aus den Munelle-Bergen kommt und weiter nach Osten will, hat zwei Möglichkeiten. Nummer eins: Die Autobahn A 1. Nummer zwei: Eine Schotterpiste, die zunächst parallel zur Autobahn verläuft, um später in den Bergen zu verschwinden. Ein paar Kilometer vor Kukës trifft sie wieder auf die A1. Den Beschrieb der ersten Variante ersparen wir uns. Also gleich zu Nummer zwei: Die startet in Gjakza standesgemäß auf einer kaum in Stand gehaltenen, mit Löchern übersäten Straße. Bei Thirre streift sie das westliche Portal des Autobahntunnels, quert die Autobahn und schlägt sich nach Osten in die Berge hinein. Das tut sie auf ganz passablem Schotterbelag. Schräg zum Abhang kurvt sie beständig nach oben und wäre die helle Freude, wenn nicht ab und zu eine Engstelle auftauchen würde. Dort heißt es Nerven bewahren und nicht direkt in die Tiefe schauen. Weiter geht es kurvenreich durch wunderschönen Mischwald in die Höhe, bis nach einigen Steilstücken auf etwa 1.370 Metern der Scheitelpunkt der Strecke erreicht ist. Ab hier wedelt die Piste in unzähligen Kehren und Kurven bergab, um vor Kukës die Autobahn zu erreichen.