Neben ihrer Funktion als Rückzugsort für bedrohte Tierarten wie den Balkan-Luchs, dienen die Munella-Berge auch einem ganz praktischen Zweck – dem Abbau von Kupfer. Gut zu erkennen sind die Kupfervorkommen dieser Region bereits mit dem bloßen Auge an der meist roten Farbe ihrer Erde. Für uns Offroader interessant wird die Geschichte durch die Tatsache, dass das kupferhaltige Gestein ja irgendwie von den Minen weg zur Weiterverarbeitung transportiert werden muss. Das geschieht per Lkw, was wiederum ein Straßennetz voraussetzt. Dieses besteht in den Munella-Bergen – zu unserer großen Freude - fast ausschließlich aus Schotter. Eine dieser Schotterpisten führt abwechslungs- und aussichtsreich von Gojan i Madh in den Süden nach Reps. Zum Startort Gojan i Madh gelangt man vom Norden her über die SH 5 und die SH 30. Breit und fein geschottert windet sich die Piste in unzähligen Serpentinen und Kurven bergan, bis sie das Bergarbeiterdorf Kimëz erreicht. Danach wird sie ein wenig schmaler und deutlich holperiger. Offensichtlich fahren hier keine Lkw mehr. Ab und zu knirscht weiche Erde unter den Rädern, ansonsten mal grober, mal feiner Schotter. Es geht vorbei an der Siedlung Gurth-Spaç. In deren Nähe steht das ehemalige Strafgefangenenlager, dessen Insassaen während der Kommunistenzeit in die Minen geschickt wurden. Die Piste wird nun wieder breiter und erreicht schließlich kurz vor Reps den Asphalt.