Easy zu befahren. Auch mit einem SUV ohne 4x4 weg ist frisch mit Kies aufgefüllt.

Brandschneisen und Windräder
Um vom Lago Coghinas über die Berge nach Perfugas zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste führt auf Asphalt über die Straßen SS 392/672 nördlich oder die SS 132/672 südlich um den Höhenrücken herum. Die zweite Variante – ihr ahnt es – ist die spannendere und entpuppt sich als knackige Offroad-Strecke, die einem einiges abfordert. Nichts für Gelände-Anfänger oder Fahrer von SUVs bzw. schweren Reise-Enduros. Ein vernünftiger Allradler oder eine leichte Einzylinder-Enduro sind hier das passende Werkzeug.
Los geht die Tour am westlichen Zipfel des Lago Coghinas. Dieser erstreckt sich am Beginn der Region Gallura und sammelt das Wasser des Riu Mannu. 1927 zwischen den verschlungenen Abhängen des Monte Limbara errichtet, gilt er heute als größter Stausee Nordsardiniens und zweitgrößter der Insel. Sein Damm ist 185 Meter lang und 58 Meter hoch. An seinem östlichen Ende steht eine wunderschöne Art-Nouveau-Villa, in der früher der Direktor des Wasserwerks wohnte. Der Track zeigt gleich zu Beginn, wo der Hammer hängt: Steil, steinig und mit tiefen Längsfurchen übersät, klettert er während der ersten fünf Kilometern von 220 auf 680 Höhenmeter. Schmale Fahrbahn, dichtes Gestrüpp am Rand. Wer im Allradler stecken bleibt, muss graben und unterlegen. Fährt sich die Enduro fest, muss man entweder – sofern es möglich ist – schieben oder umdrehen. Was mit dem Motorrad gerade so geht, nicht aber mit dem Auto. Ist die Hochebene erklommen, gibt ein Aussichtspunkt den verdienten Pausenplatz her.
Danach wird’s wieder deftig. Steil bergauf und bergab schlängelt sich die grobe Piste zwischen Windrädern hindurch. Beim Weiler Erula quert sie die SP 75, um danach weiterhin anspruchsvoll meist durch Eichenwald den Hang hinabzukurven. Die Furtung eines Baches stellt die finale Herausforderung dar, bevor die letzten Meter auf Asphalt vollends nach Perfugas führen.
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