

Durch den Scaa e S'Acca Canyon
Tief im Sarrabus-Gebirge im südöstlichen Sardinien versteckt sich eine Schlucht mit dem sperrigen Namen Scaa e s’Acca. Scaa ist die Abkürzung für Scala (Treppe), und Acca dürfte ein Name sein. Mehr gibt die Recherche nicht her. Egal – dieser Canyon ist eine Augenweide und der optische Höhepunkt einer Offroad-Tour ins Sarrabus-Gebirge hinein. Aber auch sonst lohnt sich der Ausflug: Das Sarrabus ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen Italiens und ein Muss für zivilisationsmüde Seelen. Des weiteren finden sich dort noch eine Menge legal befahrbarer, kaum genutzter Schotterstrecken. Kurz gesagt – ein Eldorado für Offroadfans. Hauptfluss ist der Flumendosa, der die Region von Nordwesten nach Südosten durchfließt.
Unsere Tour dringt auf einer leicht zu befahrenden Schotterpiste in den östlichen Teil des Sarrabus-Gebirges ein, übersteigt mehrere Kämme und erreicht den etwas über 500 Meter hoch gelegenen Ort Villasalto. Dazwischen liegen der Canyon, mehrere Furten und jede Menge spannender Schotterkilometer.
Los geht es in San Vito, dem kleinen malerischen Dorf am Flumini Uri. Dem folgt die Piste zunächst für mehrere Kilometer. Dann verlässt sie ihn und kraxelt tiefer ins Gebirge hinein. Bis sie nach etwa acht Kilometer den Canyon mit dem schwierigen Namen erreicht. Ein Pfad bringt uns zu einem glasklaren Wasserbecken und einem Wasserfall, die den Eingang der Schlucht markieren. Stille, Einsamkeit, Wasser, Energie – das versprochene Erlebnis lässt nicht auf sich warten. Anschließend steigt die Route auf rund 600 Höhenmeter an, senkt sich danach talwärts, quert einen Flusslauf in einem Nebental des Flumendosa und erreicht schließlich Villasalto. Von dort sind es noch acht Kilometer hinab zur SS 387 im Tal des Flumendosa.
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