Landpartie im Norden
Sie sind gerade mal knapp 800 Meter hoch, die Hügel des Tuffedusu. Drei Bergkuppen recken sich in den Himmel, dazwischen schlängeln sich Asphalt- und Schottersträßchen hindurch. Die lassen sich zu einer harmlosen, aber landschaftlich und kulinarisch reizvollen Offroad-Tour zusammenfassen. Meist auf gepflegtem Schotter, der immer wieder zwischen feinem und grobem Belag wechselt, ab und zu auf einem kurzen Stück Asphalt, pendelt sie durch die von Macchia und Korkeichen bewachsene Hügellandschaft. Flache Auswaschungen, vereinzelte spitze Steine sowie sanfte Kehren und Serpentinen sorgen dabei für etwas Abwechslung, ohne die Strecke wirklich anspruchsvoll zu machen.
Startort Tergu. Die Wurzeln des Ortes reichen bis in die antike sardische Zeit zurück. Nach einem Bummel zu Fuß und dem Besuch der Kirche San Giovanni Battista wartet die Piste. Lässig kurvt sie zwischen den Hügeln, Weilern und Gehöften des Tuffedusu hindurch und offenbart entzückende Blicke auf den Golf von Porto Torres mit der Insel Asinara.
Das Ziel, der Ort Osilo, ist eine länger Pause wert. Nicht nur wegen seinem hübschen Kern, dem großartigen Ausblick aufs Meer oder den tollen Ruinen des Castello. Nein, vor allem wegen des Schafskäses Pecorino. Osilo gilt nämlich als dessen Heimat. Gemeinsam mit dem Pecorino Toscano und dem Pecorino Romano zählt er zu den drei geschützten Schafskäsesorten Italiens (DOP). Äußerlich erkennt man ihn an seiner zylindrischen Form. Wie alle Schafskäse ist er bekömmlicher als Kuhmilchkäse, weil er nicht das vom Menschen schlecht verträgliche Milcheiweiß Casein enthält.
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