Sardinien · Italien

Miniera di Monte Narba

4 km·bis 192 m·Leicht·
Länge
4 km
Max. Höhe
192 m
Schwierigkeitsgrad
Leicht
Bewertung
★ 3.0

Die in der Nähe des Dorfes San Vito gelegene Abbaustätte war einst eine bedeutende Silber- und Bleimine. Im 19. Jahrhundert eröffnet, galt sie als eines der produktivsten Bergwerke Italiens. Das Bergbaudorf Monte Narba entstand parallel zur Mine und beherbergte Arbeiter und ihre Familien sowie ein Krankenhaus und die Villa Madama, die Residenz des Direktors. Sie ist für ihre kunstvollen Wandmalereien bekannt. Diese Fresken stammen von einem österreichischen Offizier, der während des Ersten Weltkriegs hier inhaftiert war und wohl Langeweile hatte.

Die Mine erreichte ihren Höhepunkt Ende des 19. Jahrhunderts, geriet jedoch durch das Nachlassen der Erzvorkommen und die Konkurrenz aus dem Ausland unter Druck. Schließlich wurde der Bergbau in Monte Narba in den 1930er Jahren komplett eingestellt. Heute ist das Dorf verlassen, fast alle Gebäude sind verfallen. 

Die Strecke, die nach Monte Narba hinaufführt, ist prinzipiell einfach zu fahren, so lange das Wetter mitspielt. Schotter und löchriger Asphalt wechseln sich ab. Nach schweren Regenfällen jedoch erwartet den Offroadfahrer die eine oder andere heikle Stelle in Form von tiefen Löchern, groben Steinen, Auswaschungen und Rinnen. Besonders die kleine Furt auf halber Strecke hat es dann in sich. Auch Erdrutsche sind keine Seltenheit. Kurz vor Monte Narba gibt es einen kleinen Parkplatz, von wo man zu Fuß schnell im Ort ist. Beim Bummel durch das Geisterdorf ist etwas Vorsicht angeraten, da immer mal wieder eine Ruine zusammenbrechen kann.

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