Schöner Track, mit genügend Bodenfreiheit kein Problem. Wenn trocken = Mittel, wenn nass eher schwer.
Nördlicher Monte Arci
Der Monte Arci ist ein erloschener Vulkan im Westen Sardiniens, der sich aus vulkanischem Gestein und Basalt zusammensetzt. In seinem nördlichen Teil zeigt der Monte Arci markante vulkanische Felsen und Klippen, die steil aus der umgebenden Landschaft aufragen. Sie entstanden durch Erosion und Verwitterung. Viele Bäche und Wasserläufe schlängeln sich durch diese selbst für sardische Verhältnisse sehr einsame Region.
Für uns Offroader viel interessanter sind jedoch die zahlreichen Forstwege und Brandschutzpisten, die wie ein Spinnennetz das Gebiet des Vulkans durchziehen. In der Regel legal zu befahren, stellen sie eine herrliche Spielwiese für Anhänger des groben Stollens dar. Ihr Zustand variiert stark – und genau das macht den Reiz einer Tour durch die Vulkanregion Monte Arci aus.
Den Einstieg in unsere Runde erreicht man, wenn man in Albagiara von der SS 442 auf die SP 35 abbiegt und nördlich nach Villaurbana fährt. Einen knappen Kilometer hinter dem von Olivenhainen und Weinbergen umgebenen Ort zweigt eine Piste links ab. Der folgen wir. Der Track beginnt zunächst leicht und führt etwa 3,5 Kilometer über frischen Teer, wird dann jedoch zunehmend anspruchsvoller. Grobes Geröll, dicke Steine und tiefe Auswaschungen prägen nun das Bild. Der Untergrund wechselt zwischen feinem, grobem und teils tiefem Schotter sowie felsigen Passagen, durchzogen von Querrillen. Hohe Bodenfreiheit ist hier klar erforderlich. Der Streckenverlauf führt über steile Anstiege und ebenso steile Gefälle durch Wälder und Buschwerk und bietet dabei immer wieder aussichtsreiche Passagen. Zuerst geht es durch Mischwald, später weitet sich der Blick.
Ein erster Stopp lohnt sich bei den Ruinen von Nuraghe Modo. Wie alle Bauten der Nuraghen-Kultur zwischen 1800 und 500 vor Christus errichtet, zeigt auch diese Anlage das typische Kennzeichen jener Epoche: ein massiver Turm, umgeben von groben, runden Steinmauern. In Modo sind mehrere Kammern durch enge Gänge miteinander verbunden.
Weiter auf der breiten Waldpiste, die trotz ihres insgesamt gesitteten Charakters immer wieder mit grobsteinigen oder engeren Passagen überrascht. Kurz vor dem Weiler Pau beginnt der Asphalt, der hinab zur SP 48 und zurück zur SS 442 führt.
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