
Picknick in den Monti Gennargentu
Im Winter mit Silberfarbe besprüht, im Sommer dunkelgrün mit roten Tupfen bemalt – das sind die Farben des Gennargentu-Massivs. Im Zentrum Sardiniens gelegen, erstreckt sich das komplexe Gebirge über eine weite Fläche. Seine Haupttäler heißen Supramonte und Flumendosa. Höchste Erhebung und gleichzeitig höchster Berg Sardiniens ist die 1.834 Meter hohe Punta la Marmora.
Viele Straßen sind es nicht, die in diese einsame und unwirtliche Bergwelt hineinführen. Eine davon beginnt in dem Ort Desulo, den man über die Straßen SS 295 und SP 7 erreicht. Schon die Anfahrt zur Piste ist ein Vergnügen: Ein rundes Dutzend Kurven und Kehren zirkeln hinter Desulo den Berghang hinauf. Fahrspaß pur, Aussichten satt. Dann beginnt die Piste. Ordentlich zu fahren und mit mittelgrobem Schotter belegt, macht sie viel Spaß. Stetig steigt sie bergan, überwindet nach etwa sechs Kilometern eine Kuppe und senkt sich kurz in ein kleines von Bauern bewirtschaftetes Hochtal ab.
Nach diesem kurzen Anlauf nimmt sich die Route nun den Aufstieg in die Höhen der Monti Gennargentu vor. Eng und steil erklimmt sie in geschmeidigen Kurven und Kehren die Flanke des Massivs. Der eine oder andere hübsche Picknickplatz tut sich auf. Doch wir fahren weiter und folgen der Ausschilderung Punta la Marmora. Dieser Weg bringt uns schließlich zum Ziel dieser Tour, einem wunderschönen Platz mit toller Aussicht. Der allerdings von einem anspruchsvollen Schlussstück mit grobem Schotter und Steinen verteidigt wird. Doch es lohnt sich – kann man schöner picknicken?
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