
Rio Mamutorco
Einer der faszinierendsten Orte der mit Naturereignissen wahrlich gut ausgestatteten Insel ist die Schlucht des Flusses Mamutorco. Ein naturbelassener Canyon, der sich tief in das Land hineinschneidet. Von den steilen zerklüfteten Felsen, die in verschiedenen Ocker- und Grautönen schimmern, ist man auf Anhieb beeindruckt. Weiter oben sind die Felsen von Moosen und Flechten bedeckt, die ihnen grüne und gelbe Farbentöne verpassen. Geformt wurden sie von jahrtausendelanger Erosion. Die Wände der Schlucht ragen fast senkrecht empor und bilden eine natürliche Kathedrale aus Stein. Dazwischen schlängelt sich pittoresk der Rio Mamutorco. Nicht nur fürs Auge, sondern auch für die Nase hält die Schlucht einiges bereit. So duftet es überall nach feuchtem Fels, Erde und Kräutern. Die Luft hier unten ist kühler und frischer als oben, der Duft von Rosmarin und Thymian liegt in der Luft.
Der Einstieg dieser fahrerisch anspruchsvollen Strecke befindet sich zwischen den beiden Galerien der SS 125 etwa zehn Kilometer östlich des Ortes Urzulei. Gleich am Anfang scheidet sich die Spreu vom Weizen, wenn es zuerst steil bergauf und dann direkt wieder bergab geht. Grober Schotter, Geröll, Furchen und Auswaschungen fordern uns heraus. Der Weg zieht sich teilweise dicht am Abgrund entlang und ist nichts für schwache Nerven. Immerhin wartet eine wunderbare Aussicht über die sich zur Küste hinziehende Ebene der Ogliastra. Die letzten sechs Kilometer verlaufen dann wieder gemütlich nach Triei, der Endstation der Tour.
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