Zugangsstraße Startpunkt ab 7 t gesperrt und keine Durchfahrt für Camper.

San Giacomo
Sardinien ist eine Insel der Geheimnisse. Nicht nur, weil sie auch in unserer modernden Zeit immer noch mit ihren Farben, Dörfern, Ruinen und Landschaften überrascht, sondern weil es auch unscheinbare, kleine Dinge zu entdecken gibt. Wie zum Beispiel eine Felsformation westlich von Sant‘ Antonio di Gallura. Zehn Meter lang und zwölf Meter hoch, erinnert der zerklüftete Felsen an – die ägyptische Sphinx. Und so erhielt er den Namen La Sfinge.
Besuchen kann man die sardische Sphinx auf einer gemütlichen Schotter-Tour. Von Arzachena kommend, geht es nach etwa vier Kilometern links ab auf ein Asphaltsträßchen. Schon bald verwandelt sich der Belag in Schotter. Auf der breiten Piste gelangt man am Weiler San Giacomo vorbei zügig über leichte Erhebungen zu besagter Steinformation. Und tatsächlich: Kopf, Augen, Mund – die Sphinx wie sie leibt und lebt. Nur statt von Menschenhand eben von der Natur geformt, die den weichen Sandstein aus dem harten Kalk schälte.
Oder doch nicht? Eine Legende, von denen Sardinien mehr als genügend besitzt, erzählt die Geschichte vom Hirten Maltinu. Der führte hier oben um 1900 sein einsames, ruhiges Leben und war mit sich und der Welt zufrieden. Ab und zu besuchten ihn Wanderer oder Händler auf ihrem Weg über die Berge. Bis sie ihn einmal nicht antrafen. Man suchte ihn und fand ihn schließlich am Fuß der Sphinx sitzen. Mit strahlendem Gesicht und vollkommen glücklich. Die Sphinx? Die habe er geschaffen. Basta.
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