
Um die Punta Serpeddi
Sie ist schwierig zu fahren, schön lang, landschaftlich ein Traum und weist ordentliche Höhenunterschiede auf. Und ist damit der Himmel für uns Offroader. Es geht um eine Strecke im Südosten Sardiniens, nördlich von Cagliari. Tief dringt sie ins Sarrabus-Gebirge ein, umkurvt den Gipfel der Punta Sepeddi, streift weitere Bergspitzen und fällt schließlich in Richtung Villasalto ins Tal des Flumendosa ab. Selten vereint eine Offroad-Runde in Sardinien so viele positive Attribute auf sich.
Also nichts wie ab zum Örtchen Burcei, das man über die Straße NSA 371 erreicht. Burcei hat landwirtschaftliche Ursprünge und ist bekannt für den Oliven- und Weinanbau, der bis in die Römerzeit zurückreicht. Die Region war über Jahrhunderte hinweg isoliert, weshalb die Einwohner eine eigenständige Kultur und Bräuche entwickeln konnten.
Gleich hinter Brucei holt die Route tief Luft, führt ein Stück bergab, um danach die steile, lange Auffahrt zur Punta Serpeddi anzugehen. Von 550 bis 970 Höhenmeter zirkelt sie in Kurven und Bögen auf grobem, löcherigem Belag mit vielen Furchen und Rinnen bergauf. Nichts für Fahrzeuge ohne ordentliche Bodenfreiheit. Dann taucht auch schon die Punta Serpeddi über dem Lenker bzw. dem Steuer auf. Der Berg gehört zur Gebirgskette des Monte dei Sette Fratelli, die für zerklüftete Landschaften und vielfältige Flora und Fauna steht: mediterrane Macchia, Steineichen, Erdbeerbäumen, Wacholder und Myrte. Besonders im Frühling und Sommer duften hier oben ganze Berghänge.
Letzte Gelegenheit, die Aussicht zu bewundern, denn nach der Punta Serpeddi dringt die anspruchsvolle Piste tief in den Wald ein. Zunächst auf einem Kamm verlaufend, verliert sie allmählich an Höhe, überwindet zum Schluss nochmals einen Grat und fällt dann unterhalb des Monte Caradeddu ins Tal nach Villasalto ab.
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