
Valle di Lanaitto
Eine Reise ins Herz des Supramonte gefällig? Zu Meisterwerken der Natur, Quellen, Grotten und ehemaligen Banditenunterschlüpfen? Dann ist die Tour im Tal des Flusses Lanaitto genau das Richtige. Es wäre eine Mondlandschaft aus Kalkstein, wenn es nicht von üppigen Wäldern bedeckt wäre: Jahrhunderte alte Steineichen, Terpentin-Pistazien, Ahorn, Wacholder und wilde Olivenbäume säumen die verschlungenen Schotterwege, die einst nur Hirten und Köhlern bekannt waren. Eine Region, deren Stille nur durch das Rauschen der Blätter unterbrochen wird. Kein Wunder, dass in dieser Einsamkeit immer wieder Banditen Unterschlupf gesucht haben.
Gleich nach dem Start taucht im wahren Wortsinn die erste Sehenswürdigkeit auf – die Sorgente Su Cologne. Sie speist mit gewaltigem Druck den Fluss Cedrino, der in den Flumineddu mündet und das ganze Gebiet mit Wasser versorgt. Damit ist sie eine der wichtigsten Quellen Sardiniens. Und kurioserweise auch eine der am wenigsten erforschten. Was daran liegt, dass ihre unterirdische Ausdehnung zu umfangreich und verschlungen ist. Mit herkömmlichen Tauchgängen ist ihr nicht beizukommen.
Durch dichten Steineichenwald geht es weiter das Tal des Lanaitto entlang. Breite Piste, ordentlicher Belag. Endstation ist der Wanderparkplatz am Monte Tiscali. Man vermutet, dass der 518 Meter hohe Berg eine letzte Zufluchtstätte der Nuragher vor den Römern war. Ihre Siedlung liegt versteckt in einer gewaltigen Karsthöhle. Nachteil: Wer sie sehen will, muss die Wanderschuhe anziehen.
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