
In den Ljubišnja-Bergen
Eingeklemmt zwischen Bosnien-Herzegowina und dem nordwestlichen Montenegro steht ein Gebirge, dessen Name selbst den Einheimischen selten über die Lippen kommt – die Ljubišnja. Ein paar weit verstreute Weiler, große Alpenwiesen und Almweiden, ein paar Schotterwege - mehr Zivilisation gibt es hier oben in Höhen zwischen 800 und 2.200 Meter nicht. Was wohl der Grund für das Mauerblümchendasein der Ljubišnja ist. Und für den Fan pittoresker Offroad-Ausflüge das Argument, der Bergkette einen Besuch abzustatten. Dazu fährt man von Pljevlja etwa zehn Kilometer auf der M 6 nach Süden und biegt bei Odžak nach rechts auf eine angenehm zu fahrende Schotterpiste ab. Mal breiter, mal schmaler windet sie sich stetig bergauf durch eine abwechslungsreiche Gebirgslandschaft aus kargen Hochebenen und dichten Wäldern. Der Weiler Bobovo, auf 600 Meter Höhe in einem idyllischen Hochtal gelegen, zieht vorüber. Seine Wappenpflanze ist die Alpenrose, die in der Umgebung sprießt. Als Teil der Rhododendron-Familie blüht sie in herrlichen rosa Farben. Hinter Bobovo steigt die Route wieder an, vollführt einige scharfe Kurven und passiert den Weiler Slatina. Ein Stück weiter, bei Ogradenica, wartet eine hübsche Aussicht hinab ins Tal der Tara. Schließlich erreicht die Piste in Rončeviči ihren Endpunkt.
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