
Zu den Ruinen von Cajol
Am nördlichen Abhang des Rio Ara existiert eine Piste, die ab zirka 700 Meter Höhe durch wunderschönes Waldgebiet stetig bergauf zum Geisterdorf Cajol auf 1.356 Meter führt. Sie ist schön breit und fast immer gut in Schuss. Genau das Richtige also für eine gepflegte Offroadtour.
Der Start: Auf der N-260 von Sabinanigo kommend, passiert man Fiscal, folgt dem Lauf des Rio Ara und zweigt nach zirka acht Kilometern auf die erwähnte Piste nach Norden ab. Feiner Schotter, eine Handvoll Kehren, alles easy going. Die Fahrt findet fast ausschließlich im Wald statt und hält nur hin und wieder einen Seitenblick hinab ins Tal bereit. Rund zehn Kilometer später kommen die Ruinen von Cajol in Sicht. Die Geschichte des Dorfes ist tragisch: Weil in der Region ein Staudamm geplant war, wurden die Einwohner von Cajol zwangsumgesiedelt. Das Staudammprojekt versickerte in den Tiefen der Bürokratie, für Cajol jedoch kam jede Hilfe zu spät – das Dorf ist bis heute verlassen. Ob es jemals wieder besiedelt wird, steht in den Sternen.
Nun vollführt die Route einen U-turn und zielt wieder ins Ara-Tal zurück. Zunächst etwas holperig, dann wieder ordentlich gepflegt. Ein paar Kurven bergab, das letzte Stück geradeaus, dann sind der Rio Ara und die N-260 erreicht. Links ab geht es nach Jànovas, von dort aus weiter nach Boltaña.
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