
Über den Nido Cuervo
Breit, lang und leicht – auch der Weg von Enciso nach Terroba entpuppt sich als Sahnetörtchen für Besitzer von schweren Allrad-Lkw. In Höhen zwischen 1.200 und 1.500 Metern zirkelt er durch eine waldreiche Gebirgslandschaft, um zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke in die Täler und über die Höhen freizugeben. Bergwiesen und Hochweiden sorgen für optische Abwechslung. Auch entlang dieser Strecke liegen – man ahnt es – wieder mehrere Geisterdörfer, die erkundet werden können.
Das erste von ihnen, Escurquilla, wartet bereits zwei Kilometer oberhalb von Enciso. Obwohl es bereits seit den 1960er-Jahren leer steht, sind seine Ruinen verhältnismäßig gut erhalten. Auch hier dieselbe Entwicklung wie in den meisten Geisterdörfern: Irgendwann lohnte sich die Landwirtschaft nicht mehr, und die Menschen zogen in die größeren Ortschaften in den Tälern.
Die Piste windet sich weiter stetig bergan, um unterhalb des Nido Cuervo auf 1.469 Meter Höhe ihren Scheitelpunkt zu erreichen. Vorbei an Windrädern hält sie zunächst die Höhe und fällt dann in ein Tal ab, an dessen Hang auf einer Erhebung La Santa steht. Diesmal können wir mit Motorrad und Allradfahrzeug bis in die Ortsmitte fahren und dort parken. Um La Santa herum wurde ab dem Mittelalter Ackerbau und Viehzucht betrieben, seit den 1960ern steht es leer. Die Gründe sind bekannt – kein Strom, fallende Erzeugerpreise, kein Einkommen.
Hinter La Santa erklimmt die Piste ein letztes Mal einen Bergkamm, folgt diesem für ein paar Kilometer und senkt sich schließlich hinunter nach Terroba ins Tal des Rio Leza.
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