Die Piste würde ich grundsätzlich eher als rot und nicht als blau klassifizieren, zumindest sind die Serpentinen mit dem groben Schotter schwieriger zu fahren als die ein oder andere rote Tour in dieser Karte. Zudem ganz wichtig: die Tour eignet sich nicht für Fahrzeuge über 2,80 m, da es am Eingang von Orcau schon mächtig eng wird und dann ein langer Torbogen die Durchfahrt verhindert. Dann heißt es durch 2,3 Kurven und Engstellen rückwärts, wieder raus.
Coll d´Orcau
Hoch sind sie nicht, die Berge östlich des Antoni-Stausees, der den Lauf des Flusses Pallaresa aufstaut. Dennoch sind sie einen Abstecher wert. Und zwar wegen der bezaubernden Aussicht hinab zum Stausee und über die Berge mit Höhen um 1.300 Meter. Die Region ist kaum besiedelt und ein Muss für jeden Feind von Menschenansammlungen.
Am oberen Ende des Stausees in el Pont de Claverol beginnt die Anfahrt zur Schottertour in die Einsamkeit. Fünf Kilometer am östlichen Ufer entlang nach Aramunt. Im Ort dem Wegweiser nach Montesquiu und Orcau folgen, nach einem Kilometer auf Schotter wechseln. Weiterhin dem genannten Wegweiser folgen. Schöne Blicke auf den Stausee tun sich auf. Ein trockenes Flussbett wird überquert, danach geht es durch eine bizarre Felsenlandschaft den Berghang hinauf. Nach wie vor auf breitem, feinem Schotter. Das verlassene Dorf Montesquiu taucht vor dem Lenkrad bzw. dem Lenker auf. Die Piste führt einmal drumherum und offeriert den schönsten der Ausblicke dieser Tour – hinab nach Montesquiu und zum Stausee.
Bei 882 Höhenmetern wird eine Art Pass überschritten, danach geht es nur noch bergab. Ausschilderung Orcau. Der kleine Ort liegt 750 Meter hoch und ist über ein fünf Kilometer langes Asphaltsträßchen mit der Hauptstraße im Tal des Riu d’Abella verbunden.
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