Piste zum Castell de Mur
Um zum Castell de Mur hinaufzufahren, gibt es zwei Möglichkeiten: eine langweilige auf Asphalt und eine spannende auf Schotter. Da brauchen wir nicht lange zu überlegen … und fahren von Tremp auf der C-1311 zehn Kilometer nach Westen. Diese Anfahrt spielt sich auf kurvenreichem Asphalt ab und überwindet knapp 400 Höhenmeter. Ein Schmankerl für schnelle Straßenfeger.
Die müssen allerdings aufpassen, dass sie den Abzweig nach links zu einer Piste nicht verpassen, die wie eine Art Achterbahn in einem ständigen Auf und Ab und links und rechts den Ort Meüll anpeilt. Breite Fahrbahn, feiner Schotter, so macht das Spaß. Hinter Meüll ändert sich die Fahrbahnoberfläche von einfach in schwierig – es geht plötzlich steil bergauf, der Weg wird schmaler, Rinnen und Furchen kommen uns in die Quere. Ein letzter Schlenker hinauf auf 1.003 Meter Höhe, dann senkt sich die Piste hinab zum Castell de Mur.
Ein kurzer Fußweg, und wir stehen auf einem Hügel mit prachtvoller Aussicht über das Becken von Tremp. Das Castell wurde im 11. Jahrhundert von den Arabern zur Sicherung der Grenze errichtet. Es ist 31 Meter lang, seine ein Meter dicke Mauern sind zwischen 14 und 18 Metern hoch. Neben dem Castell steht die Kirche Santa Maria de Mur als kirchlicher Gegenpart zur militärischen Festung. Zum Ausgangspunkt Tremp fährt man entweder denselben Weg zurück oder nimmt die der Piste sich anschließende Asphaltstraße.
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