

Um den Monte Perdedu
Mit seinen 1.334 Metern ist der Monte Perdedu zwar nicht der höchste Gipfel des Gennargentu-Gebirges, dafür aber einer der optisch reizvollsten. Unberührte Natur, hohe biologische Vielfalt, Einsamkeit und Ruhe sind seine Stärken. Auf seinen Gipfel führen mehrere Wanderwege, aber leider keine offroadtaugliche Piste. Doch unsere Enttäuschung hält sich in Grenzen. Denn es gibt da eine Route, die zwar nicht den Gipfel erreicht, aber landschaftlich wunderschön und fahrerisch leicht zu bewältigen quasi einmal um den Monte Perdedu herumführt.
Startpunkt Seulo. Das schmucke Dorf erreicht man über die SP 8 von Westen her. Wer Zeit mitbringt – rund um Seulo liegen so interessante Stätten wie die Ausgrabungen der Nuraghen-Kultur und die mit einem Durchmesser von 14 Metern größte und älteste (1.000 Jahre alt) Zypresse der Welt. Langsam, aber stetig kringelt sich eine ordentlich zu fahrende Schotterpiste bergan. Der Belag ist mal lose, mal festgefahren, aber immer tadellos zu bewältigen. Nach zirka acht Kilometer erreicht die Route auf 1.220 Metern ihren Scheitelpunkt, um danach bei wechselnden Höhenmetern allmählich bergab zu kurven.
Barbagia nennt sich diese Region. Einsam und abgelegen gilt sie als Herzland Sardiniens. Bekannt ist die Barbagia für ihren kräftigen Rotwein Cannonau und ihren würzigen Schafskäse Pecorino. Die meiste Zeit führt die Route nun über waldloses Gelände und gefällt dementsprechend mit tollen Ausblicken. Vier Kilometer östlich der Ortschaft Seui trifft sie auf die SS 198 und deren Asphalt – Ende Gelände.
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